Nach dem vielversprechenden Auftritt gegen den Tabellenführer HSG Weiden war klar: Die Richtung stimmt. Auch wenn es gegen den Spitzenreiter noch nicht zum Punktgewinn gereicht hatte, konnten wir endlich über weite Strecken unser Können auf die Platte bringen. Die Trainingswoche verlief konzentriert und intensiv, wenngleich wir mit dem einen oder anderen angeschlagenen Spieler zu kämpfen hatten, der es bis zum Wochenende nicht ganz zur vollen Fitness schaffte.

Am Sonntag, den 01.03., stand dann das nächste Schlüsselspiel im Abstiegskampf an – ein Duell, in dem noch alles möglich ist. Zu Gast war die SG Schierling/Langquaid, gegen die wir uns im Hinspiel auswärts geschlagen geben mussten. Die Voraussetzungen waren klar: Revanche nehmen und im Kampf um den Klassenerhalt ein starkes Zeichen setzen.

Die Tribüne war bestens gefüllt und sorgte von Beginn an für eine hitzige Atmosphäre. Wir fanden sofort gut in die Partie, doch auch Schierling zeigte von der ersten Minute an ihre bekannte Stärke. Schnell zeichnete sich ab, dass es ein enges, umkämpftes Spiel werden würde. Es entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe. Offensiv konnten wir immer wieder Akzente setzen, allerdings stand unsere Abwehr zunächst nicht optimal. So gingen wir mit einem 15:18-Rückstand in die Halbzeitpause – durchaus ärgerlich, aber keineswegs hoffnungslos. Uns war bewusst: Hier ist absolut noch alles drinnen.

Nach klaren und motivierenden Worten unserer Trainer Jochen und Brian starteten wir hochkonzentriert in die zweite Hälfte. Entscheidend war die deutliche Steigerung in der Defensive. Wir packten nun endlich beherzt zu, standen kompakter und zwangen den Gegner zu schwierigeren Abschlüssen, wodurch unsere Torhüter wieder wichtige Paraden landeten. Aus der stabileren Abwehr heraus gelang es uns, einfache und schnelle Tore zu erzielen. Das Spiel kippte allmählich zu unseren Gunsten.

Beim Stand von 27:26 begann die heiße Schlussphase. Die Intensität war nun auf dem Höhepunkt. Doch wir bewahrten einen kühlen Kopf, spielten unsere Angriffe strukturiert aus und fanden auch gegen die zunehmend offensive Deckung der Schierlinger die richtigen Lösungen. Mit Entschlossenheit und mannschaftlicher Geschlossenheit brachten wir die Führung über die Zeit und setzten uns am Ende verdient mit 36:32 durch.

Ein enorm wichtiger Sieg im Abstiegskampf, der zeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Mit breiter Brust und voller Fokus richten wir den Blick nun auf das letzte Saisonspiel – ein echter Kracher, der noch einmal alles abverlangen wird.

Michael Brosi(TW), Bogdan Simion(TW), Max Schamper (4), Julian Arend (7), Moritz Gresser, Alex Giesler, Lasse Pulvermüller, Jonas Ederer, Adrian Falk (2), Anton Meier (1), Lars Kretzschmer (2), Bene Blendl (5), Jonas Heß (7), Philipp Metter, Flo Heß (7), Thomas Müller (1)