Mit einem deutlichen 30:11 (12:5)-Auswärtssieg beim ATSV Kelheim erfüllte die SG
Regensburg III ihre Pflicht – auch wenn der Weg dorthin eher abenteuerlich als
ästhetisch war.
Schon vor dem Anpfiff wurde klar: Heute wird experimentiert. Trainer Fabi griff
tief in die Taktikkiste und präsentierte der Mannschaft eine neue
Abwehrformation sowie Spielzug – frisch aus dem Kopf, direkt aufs Spielfeld.
Training dazu? Eher optional.
Nachdem die Damen der SG schnell eine hohe Führung herausgespielt hatten,
wurde auf die bisher unbekannte 4:1:1 Abwehr umgestellt. Spiel zeigte sich dann
schnell: Die neuen Ideen waren, sagen wir mal, ausbaufähig. Die
Abwehrformation suchte gelegentlich noch ihre Positionen und der neue Spielzug
wirkte mehr wie ein kreativer Vorschlag als ein festes Konzept.
Zum Glück fand die SG dennoch ein funktionierendes Mittel: effektive
Einzelaktionrn und Tempogegenstöße. Nach Ballgewinnen ging es konsequent nach
vorne, Konter wurden gelaufen, Tore erzielt. Der Angriff im Positionsspiel blieb
über weite Strecken langsam und holprig.
Defensiv stand die SG solide, im Tor hiel Melli zuverlässig was zu halten war.
So stand am Ende ein klarer Kantersieg auf der Anzeigetafel, obwohl man
spielerisch nicht ans eigene Optimum herankam.
Fazit: Viele Konter, neue taktische Ideen – und ein Trainer, der bewiesen hat,
dass er mutig ist und keine Angst vor spontaner Innovation hat.
Es spielten:
Hauer, Simone (5), Werner, Martina (1), Englbrecht, Jana (1), Meyer, Stephanie (1),
Gehring, Lana (1), Zapf, Teresa (4), Brunner, Luisa (2), Seiler, Magdalena (2), Knümann,
Jutta (6), Palatinus, Lara (1), Kiener, Magdalena (1), Zimmermann, Sarah (5),
Frankenberger, Melanie;