Adler wollen ihren Höhenflug im heimischen Adlerhorst fortsetzen!

Fünf Siege aus acht Spielen, Tabellenplatz vier und drei Heimsiege in Folge! Die Regensburg Adler sorgen als Aufsteiger weiterhin für Furore in der 3. Liga Süd. Nach dem sensationellen 33:31 Derbysieg bei den Wölfen Würzburg wartet am kommenden Samstag mit der SG Pforzheim/Eutingen die nächste Herausforderung. Gegen den erfahrenen Drittligisten wollen die Adler ihre beeindruckende Heimserie ausbauen und die Sporthalle Königswiesen erneut in ein Tollhaus verwandeln.

Mit breiter Brust zurück in den Adlerhorst

Die Euphorie rund um die Regensburg Adler ist ungebrochen. Mit dem umjubelten Auswärtssieg in Würzburg hat die Mannschaft von Trainer Benjamin Herth einmal mehr bewiesen, dass sie auch gegen etablierte Drittligisten bestehen kann. Trotz zahlreicher Ausfälle überzeugten die Regensburger mit einer leidenschaftlichen Abwehrleistung und einem Angriffsspiel, das die Wölfe immer wieder vor große Probleme stellte.

Besonders Tom Weikl blickt begeistert auf den Derbyerfolg zurück. Für den Regensburger Torjäger war vor allem das konsequente Eins-gegen-Eins-Spiel entscheidend.

„Wir haben von Sekunde eins an eine super Abwehr gestellt, die uns bis zum Schluss getragen hat. Im Angriff konnten wir gegen die offensive Deckung genau unsere Stärke ausspielen, nämlich das Eins gegen Eins. Das haben wir über 60 Minuten durchgezogen“, erklärt Weikl.

Der Erfolg in der Würzburger tectake ARENA war für ihn etwas Besonderes: „Das waren richtige Big Points. Auch wenn Würzburg personell angeschlagen war, muss man dort erst einmal gewinnen. Das hat einfach richtig Spaß gemacht.“

Mit nun 10:6 Punkten haben sich die Adler auf den sensationellen vierten Tabellenplatz vorgearbeitet. Und auch die Heimbilanz kann sich sehen lassen: Gegen Konstanz, Albstadt und Heilbronn Horkheim gingen die Regensburger jeweils als Sieger vom Feld. Diese Serie soll nun gegen Pforzheim/Eutingen fortgesetzt werden.

Pforzheim ist gefährlicher, als die Tabelle vermuten lässt

Mit der SG Pforzheim/Eutingen reist am Samstag eine Mannschaft nach Regensburg, deren Tabellenplatz wenig über ihre tatsächliche Qualität aussagt. Die Gäste stehen nach acht Spielen mit 7:9 Punkten auf Rang zehn, haben in dieser Saison aber bereits mehrfach ihre Drittligastärke unter Beweis gestellt.

Besonders bemerkenswert sind die Ergebnisse gegen zwei Mannschaften, mit denen die Adler bislang große Schwierigkeiten hatten. Während Regensburg sowohl gegen Balingen-Weilstetten II als auch gegen den HC Erlangen II deutlich unterlag, erkämpfte sich Pforzheim gegen Balingen ein Unentschieden und konnte Erlangen sogar bezwingen. Zuletzt gelang den Gästen ein knapper Auswärtssieg mit nur einem Treffer Vorsprung beim Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd. Ein Ergebnis, das angesichts der Kräfteverhältnisse durchaus deutlicher hätte ausfallen können.

Trainer Benjamin Herth warnt deshalb davor, den kommenden Gegner anhand der Tabelle zu unterschätzen.

„Pforzheim ist eine sehr drittligaerfahrene Mannschaft und hat in dieser Saison gegen Teams gepunktet, denen wir relativ deutlich unterlegen waren. Jetzt haben sie auch noch in Schwäbisch Gmünd gewonnen. Das ist sicherlich eine Truppe, die gut unterwegs ist“, erklärt der Adler-Coach.

Auch Tom Weikl sieht eine anspruchsvolle Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Pforzheim steht zwar tabellarisch hinter uns, aber ihre Ergebnisse zeigen, wie stark sie sein können. Da müssen wir wirklich aufpassen.“

Regensburger Offensive gehört zu den besten der Liga

Dass sich die Adler vor dem kommenden Gegner keineswegs verstecken müssen, zeigt ein Blick auf die bisherigen Offensivleistungen. Mit 266 Toren aus acht Spielen stellt Regensburg aktuell den viertbesten Angriff der 3. Liga Süd. Im Durchschnitt erzielen die Adler damit mehr als 33 Treffer pro Partie.

Besonders Tom Weikl präsentiert sich weiterhin in hervorragender Form. Mit 60 Saisontoren führt er die interne Torschützenliste an. Dahinter folgt Sebastian Simbeck mit 49 Treffern, der zuletzt in Würzburg mit unglaublichen 14 Toren glänzte. Auch Johannes Simbeck gehört mit 37 Treffern zu den wichtigsten Offensivkräften.

Auf Pforzheimer Seite ist Finn Meißner mit 40 Toren der erfolgreichste Werfer. Ihm folgen Hannes Schnepf mit 31 Treffern sowie Maximilian Bröhl und Jona Willi Mauch mit jeweils 26 Toren.

Die Gäste haben bislang 230 Treffer erzielt. Die Zahlen unterstreichen die Regensburger Offensivstärke, doch gegen die erfahrene Pforzheimer Mannschaft wird es erneut auf eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit ankommen.

Der Adlerhorst soll eine Festung bleiben!

Drei Heimspiele, drei Siege! Die Sporthalle Königswiesen hat sich für die Regensburg Adler in ihrer ersten Drittligasaison bereits zu einem echten Heimvorteil entwickelt. Mit der Unterstützung der eigenen Fans wollen die Regensburger nun auch gegen Pforzheim bestehen.

Trainer Benjamin Herth setzt dabei auf die richtige Mischung aus Selbstvertrauen und Bodenständigkeit.

„Wir haben in den letzten Spielen wirklich gute Auftritte geliefert und bisher alle Heimspiele gewonnen. Deshalb gehen wir mit einer gewissen Bodenständigkeit, aber auch mit einer Portion Selbstvertrauen in die Partie. Wir hoffen, dass wir unsere Zuschauer und Fans genauso wie in den vergangenen Wochen begeistern können und die Sporthalle Königswiesen wieder zu einer Festung und einem Tollhaus werden lassen.“

Auch Tom Weikl hat ein klares Ziel: „Wir sind bisher zu Hause ungeschlagen und werden alles dafür tun, dass das auch so bleibt.“

Die Voraussetzungen für einen weiteren packenden Handballabend sind geschaffen. Die Adler wollen ihren Höhenflug fortsetzen, Pforzheim seine Qualität unter Beweis stellen. Eines ist sicher: Im Adlerhorst wartet die nächste spannende Drittligapartie!

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Text: Romy Mulitze 
Bild: Regensburg Adler