Derbyfluch hält an

Am vergangenen Samstag waren die Bunkerboys zu Gast in der Kerschensteiner-Halle. Die Halle war aufgrund des Derbys und der tabellarischen Situation bestens gefüllt, so konnten beide Mannschaften auf zahlreiche Unterstützer in dieser prestigewürdigen Begegnung zählen.

Schon vor der Partie kochte es in den Medien, in denen lautstark von „Entscheidung im Titelkampf" gesprochen wurde, doch für Michael Sigl stand eines im Vordergrund: „Natürlich wollen wir gewinnen, wäre komisch, wenn nicht, aber vor allem wollen wir zeigen, dass wir zurecht an der Tabellenspitze stehen."

Von der ersten Minute an begann eine ausgeglichene Partie und so konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Das Spiel war beherrscht von Emotionen und Kampf. Mitte des ersten Durchgangs kam der ESV Regensburg immer besser in Fahrt und konnte sich erstmals einen drei Tore Vorsprung erarbeiten (18. 6:9)Doch die Hausherren stecken nicht auf und egalisierten, gesützt auf einer immer besser stehenden Deckung, den Rückstand binnen drei Minuten (21. 9:9). Die folgenden Minuten wurden von den Abwehrreihen samt Torhüter dominiert und so ging man mit einem leistungsgerechtem Unentschieden (12:12) in die Halbzeit.

"Der Kampf hat gestimmt. Mit der Abwehr kann man über weite Strecken zufrieden sein, aber vor allem mit der Chancenverwertung bin ich unzufrieden und das habe ich ihnen in der Halbzeit auch so gesagt.", haderte Sigl nach dem Spiel.

Der zweite Durchgang war ein Spiegelbild des ersten. Die Abwehr beider Mannschaften stand kompakt und man musste sich jedes Tor hart erarbeiten. Durch etliche Unkonzentriertheiten im Abschluss zogen die Gäste bis zur 51. Minute auf drei Tore davon. Doch wiedereinmal fanden die Hausherren zurück in die Spur und glichen in der 57. Minute zum 24:24 aus. Hierbei zu erwähnen ist, dass die Mannen um Michael Sigl insgesamt fünf (!) Mal vom Siebenmeterpunkt scheiterten. Am Ende hatte der ESV Regensburg das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite und so konnten sie 20 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer markieren. 24:25

„Es tut weh ein Spiel so zu verlieren, aber am Ende muss man einfach sagen, dass es mit dieser Chancenverwertung gegen jeden Gegner schwer wird. Wir werden das die nächsten Tage verdauen und dann machen wir weiter. Wir haben alles in eigener Hand.", so Sigl nach Spielende.

Die Zuschauer haben ein packendes, spannendes Spiel gesehen, das trotz der Emotionen und der Rivalität äußerst fair verlief.

Anbei der Link zum großen MZ-Artikel über das Derby -gepostet auf der ESV-Seite:

http://handball.esv1927.de/xl-bericht-zum-derby-mz/