Sieg im BOL-Topspiel

Am Sonntag empfingen die Mannen um Michael Sigl den Tabellenführer, die SG Auerbach/Pegnitz. Die Gäste, die bislang lediglich einen Punkt in der laufenden Saison abgeben mussten (19:1), hätten mit einem Sieg die Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft treffen können. Die Hausherren waren gewillt den Rückstand auf diese auf einen Punkt zu reduzieren.

Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der vor allem die Abwehrreihen dominierten (10. 3:3). Dann jedoch kamen die Offensivreihen beider Mannschaften immer besser in Fahrt, auch weil man sich langsam auf den Gegner eingestellt hatte. „Wir hatten irgendwann Probleme Zugriff auf den Rückraum der Auerbacher zu bekommen. Wir standen zeitweise zu passiv und dadurch haben wir leichte Gegentore bekommen.“, so der Regensburger Trainer. Die Hausherren erspielten sich zahlreiche gute Torchancen, doch konnten diese, wieder einmal, nicht nutzen. „12 Fehlwürfe, darunter gefühlt sechs klare Chancen, das sind definitiv zu viel!“, monierte er. Die Begegnung verlief äußerst ausgeglichen, das spiegelte auch das Ergebnis nach 30 Minuten wider (13:14).

In der Halbzeitansprache gab Sigl seiner Mannschaft mit auf den Weg, dass man noch kompakter in der Abwehr stehen muss und im Angriff seine Chancen nutzen müssen, indem man mehr in die Tiefe geht und auch das 1:1 sucht. Des Weiteren machte er seinem Team klar, dass ein Sieg machbar ist, wenn die eigene Leistung stimmt.

So ging man höchst motiviert in den zweiten Spielabschnitt. Doch bereits nach zehn Minuten schien für Spieler und Zuschauer das Spiel entschieden zu sein (40. 14:19). Die Hausherren brachten sich in dieser Phase durch Fehlwürfe und Unkonzentriertheiten in der Abwehr in Schwierigkeiten, so zückte Sigl eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder wachzurütteln: „Wir verschlafen die Anfangsphase im zweiten Durchgang und so entgleitet uns das Spiel fast. Wir hatten noch 20 Minuten und hatten in dieser Phase nichts mehr zu verlieren. Wir müssen abgezockter und cooler werden in Zukunft.“ Danach kämpften sich die Hausherren Tor für Tor zurück ins Spiel. Zugute kam hierbei die breite Bank der Regensburger, denn die Rückraumspieler der Gäste, die aufgrund der geringen Wechselmöglichkeiten, 60 Minuten durchspielen und aufreiben mussten, schienen gegen Ende hin, verständlicherweise, doch erschöpft zu sein. Nach einer Umstellung des Systems bekam die Abwehr nun deutlich mehr Zugriff auf die Auerbacher Schützen und so konnte man in der 50. Minute den Ausgleich bejubeln (20:20). Der Gästetrainer reagierte auf dieses „Comeback“ mit einer Auszeit seinerseits, doch nach dieser gelang den Regensburgern die erste Führung seit der 23. Minute (51. 21:20). In einer hart umkämpften Schlussphase, in der es sogar noch einen Führungswechsel gab, behielten die Hausherren am Ende die Oberhand und gewannen 25:24.

Schlussendlich muss man, sagen, dass es ein hochkarätiges BOL-Spiel war, das am Ende auch anders ausgehen hätte können. Die Hausherren hatten in der Schlussphase den besseren Torwart, der auch freie Chancen zunichtemachte, und im Angriff bissen sie sich in jeden Zweikampf. „Wir haben einen breiten, ausgeglichenen Kader. Heute hat jeder gezeigt, dass er gebraucht wird, dazu gehören auch die Spieler, die die Mannschaft von der Bank aus unterstützen, deshalb konnten wir aufholen und das Spiel am Ende gewinnen. Das macht eine geschlossene Mannschaft aus!“, so Sigl, der in der Breite des Kaders eine der größten Stärken sieht.

Die Mannschaft bedankt sich bei jedem Fan, der die Mannschaft über die gesamte Spielzeit unterstützt hat. Ohne Euch wäre der Sieg nicht möglich gewesen!

Am Samstag steht der nächste Heimspieltag der SG Regensburg an. Um 14:30 Uhr treffen die Regensburger auf Erlangen-Bruck III, anschließend kämpfen die Damen und Adler um Punkte.