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Licht und Schatten beim Saisonauftakt

Am vergangenen Sonntag waren die Mannen um Coach Sigl in ihrem ersten Saisonspiel gleich beim Landesligaabsteiger SG Auerbach/Pegnitz gefordert. Mit dem Bewusstsein, welch schwere Aufgabe vor ihnen steht, machte man sich am frühen Nachmittag, mit einem 14-Mann Kader(!), auf den Weg zum Rande der Oberpfalz.

Nach dem dringend benötigten Kaffee und einem Stück Kuchen, ging es dann darum, den Fokus 100% auf das Spiel bzw. vielmehr auf seine aufgetragenen Aufgaben zu legen. „Wir wollten kompakt in der Abwehr stehen und daraus zu leichten Toren kommen…“, sprach der Regensburger Trainer nach der Partie. Dies gelang jedoch nur teilweise, so stellte man nach anfänglicher Nervosität zwar ein regelrechtes Bollwerk auf den Boden der Auerbacher Halle und kassierte nur acht Gegentore, was auch dem gut aufgelegten Torwart geschuldet war – allerdings erzielte man selbst auch nur magere zehn Tore. „Wir stehen in der ersten Halbzeit, ab der 10. Minute, unglaublich gut in der Abwehr, lassen in dieser Zeit nur vier Gegentore zu, doch belohnen uns nicht dafür - daran müssen wir unbedingt arbeiten!“, so Sigl, der seiner Mannschaft sehr viel Positives abgewinnen konnte. Da die Gäste nicht in ihr Tempospiel kamen, rieben sie sich oftmals vergebens in Zweikämpfen gegen die 6:0-Abwehr der Gastgeber auf, nahmen sich verfrüht Würfe oder verwandelten ihre Chancen nicht, was sich in den insgesamt 18 Fehlwürfen der Partie widerspiegelte. Mit dem 8:10 Halbzeitstand konnte man so also nicht zufrieden sein.

In der zweiten Halbzeit versuchte Auerbach mit einer Manndeckung die Gäste aus dem Konzept zu bringen - dies gelang ihnen schlussendlich auch mit Bravour. Nach dem 15:15 in der 38. Spielminute war die Dominanz der Regensburger in den eigenen Abwehrreihen gebrochen und im Angriff tat man sich nach wie vor schwer zum Torerfolg zu kommen. „In dieser Phase spielen wir gefühlt eine Viertelstunde nicht mit. Von der Abwehrleistung der ersten Halbzeit war keine Spur mehr vorhanden und im Angriff machen wir dann so viele Fehler im Abschluss, dass wir die Auerbacher nicht nur wieder zurück ins Spiel holen, sondern ihnen das Spiel überlassen.“, erklärte Coach Sigl. Beim 22:18 in der 51. Spielminute schien die Partie zu Gunsten des Heimvereins entschieden zu sein, doch es entwickelte sich nach einer Auszeit der Gäste noch eine spannende und vor allem hektische Schlussphase. Denn nach einer Sonderbewachung gegen einen der Rückraumschützen der Auerbacher, taten diese sich ihrerseits schwer im Spielfluss zu bleiben. So stand rund eine Minute vor Spielende ein 24:23 auf der Anzeigetafel. Die Gastgeber machten mit dem 25:23 den Deckel drauf und gewannen am Ende auch, vor allem nach der kämpferischen Leistung, verdient. „Man kann Auerbach nur zum Sieg gratulieren. An manchen Stellen haben wir uns heute selbst geschlagen, aber die Auerbacher waren da und haben ihre Chance am Ende genutzt.“, so Sigl in einem Schlussplädoyer zum Spiel.

Alles in Allem haben die Zuschauer ein sehr gutes Bezirksoberligaspiel gesehen, nach dem feststeht, dass die Regensburger, vor allem im Angriff, noch viel Luft nach oben haben. Am kommenden Wochenende ist spielfrei und einige Spieler machen noch einmal Urlaub, bevor es dann am 13.10. in Erlangen/Bruck wieder um Punkte geht.